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Wheelchair Floorball

Paragames Breda 2019

Zum 4. Mal nahm das Team Suisse an den Paragames in Breda teil. Ein Nationenturnier mit 10 Mannschaften. Zum ersten Mal mit dabei Irland und die USA.
Das Teams Suisse bestand nur aus 7 Spieler, davon einer der Torhüter. Wir hatten als nur einen Spieler zum wechseln zu Verfügung.













Gruppenspiele

Unser erstes Spiel war gleich gegen den Topfavorit Schweden. Konnte also gar nichts schiefgehen. Nachdem wir trotz aller taktischen Anweisungen doch schon in der 3. Minute ein Tor kassiert haben, wurde schon das schlimmste befürchtet. Aber wir konnten den Schaden in Grenzen halten und verloren «nur» mit 6:0.
Das zweite Spiel gegen den Neuling Irland war ein wenig schwierig. Einerseits wussten wir das sie zwei ungalublich schnelle Spieler haben, andererseits waren sie naturgemäss mit Stock und Ball noch nicht so geübt. Wir schafften es aber nicht ein ruhiges genaues Passspiel aufzubauen um uns so 100% Torchancen zu erabeiten. Wohl hatten wir mehr Abschlüsse aber der Torhüter war auch sehr reaktionsschnell. Eine zwei Minuten Strafe unseres Captains überstanden wir souverän und hätten als er wieder reinkam, fast das Tor erzielt. Aber fast zählt nicht, daher kam an Ende ein 0:0 heraus.
Zum Abschluss des Tages war der Gastgeber Holland Gegner. Holland gelangen zwei Tore. Wir konnten zuwenig Offensivaktionen kreieren, und die holländischen Schiedsrichter taten das ihrige dazu, damit da keine Spannung mehr aufkam.
Da die Mittagessen Organisation der Holländer wieder mal zu wünschen übrigliess, gönnten wir uns am Abend ein schönes Stück Fleisch im einem Steakhouse im Zentrum von Breda. Tischtennis und UNO bildeten den Abschluss des Abends.

Am zweiten Tag war um 08:00 Uhr unser letzes Gruppenspiel gegen Deutschland angesetzt. Wir wollten natürlich top vorbereitet in dieses Spiel gehen und waren darum auch schon um 07:15 vor der Halle. Die Türe war verschlossen. Jemand der Sie hätte aufmachen können war nicht in Sicht. Nach 20 Minuten konnten wir dann endlich rein. Ein bisschen hässig haben wir unseren Ärger an den Deutschen ausgelassen uns sie mit 8:0 vom Platz gefegt. Platz 3 in der Gruppe. Zwischenziel erfüllt.



Viertelfinale


Als dritter der Gruppe A spielten wir gegen den zweiten der Gruppe B. Dies waren die jungen Holländer. Aber wir wissen ja, zwischen den jungen Holländer und dem Nationalteam besteht kein grosser Unterschied. Die Spieldauer war auf 3 x 15 Minuten angesetzt. Was Angesichts unseres dünnen Kaders nicht unbedingt ein Vorteil war. Also hiess es mal gutstehen und keine Chancen zulassen. Was uns auch problemlos gelang. Im zweiten Drittel bekamen wir einen Freistoss gleich nach der Mittellinie zugesprochen. Fabio hielt drauf und der Ball landete im Netz.  Jetzt war Feuer im Dach in der holländischen Ecke. Hatte doch vorher schon die Nationalmannschaft gegen die Franzosen ihren Viertelfinal verloren. Durch eine Zweiminutenstrafe kurz vor Schluss, muss unser Torhüter nochmals sein ganzes Können aufbieten um das 1:0 über die Runden zu retten. Was dann auch geschah. Wow unglaublich, wir hatten es tatsächlich ins Halbfinale geschafft. 












Halbfinal


Am Samstag morgen stand dann eben dieser Halbfinal an. Und wieder hiess der Gegner Schweden, die von ihrer Favoritenrolle noch nichts eingebüsst hatten. Zudem betrug die Spielzeit nun 3 x 20 Minuten. Wir starteten gut und konnten die Schweden gut in Schach halten. Irgenwann gab es aber den kleinen Fehler. Die Schweden nutzen in konsequent aus und gingen in Führung. Erst im zweiten Drittel konnten die Schweden nachlegen und das Score erhöhen. Im letzen Drittel spürte man dann deutlich, dass unsere Kräfte aufgebraucht waren. Kunststück konnten die Schweden jeweils den kompletten Block wechseln. Am Ende hiess es dann standesgemäss 11:0 für den Turnierfavorit.

Nun gab es 5 Stunden Pause für uns bis das Spiel um den 3. Platz anstand. Mittlerweilen war aber die Sommerhitze, die in der Schweiz Ende Juni herrschte auch in Breda eingetroffen. Daher war es gar nicht so ein einfach sich in der Hitze zu erholen. 












Spiel um Platz 3


Nach den Platzierungspielen um die hinteren Plätze begann unser Spiel gegen die Franzosen. Auch dieses wieder über 3x 20 Min. Wie viele Mannschaften waren auch die Franzosen mit 2 Blöcken am Start. Da hiess es natürlich auch die Kräfte gut einteilen. Wir starteten gut konnten das Spiel am Anfang sogar bestimmen und gingen im ersten Drittel in Führung. Ein verletzungsbedingter temporärer Ausfall in unserer Mannschaft zwang die Trainercrew zur Umstellung. Dabei ging die Ordnung auf den Spielfeld kurzfristig verloren. Wir mussten den Ausgleich noch im ersten Drittel zulassen. Mit viel Tape und Handsschuhen wurde die Verletzung «geflickt». Danach fanden wir die Ordnung wieder. Es gab auf beiden Seiten Chancen aber man wollte auch nicht zuviel riskieren. Es war aber mehr als ein BigSave von unserem Torhüter nötig, damit wir nicht in Rückstand gerieten. Als die Franzosen dann ihrem Captain und Lenker ihres Spiels im letzten Drittel eine Pause gönnten, nutzten wir ihre kleine Unordnung und erzielten das 2:1. Damit war die Ruhepause des französischen Captains sogleich wieder vorbei. Wir hatten noch einige bange Schlussminuten zu überstehen. Unsere Trainer und Helfer Crew war, am Geschrei von der Seitenlinie an, wohl nahe am Herzinfarkt. Selten sehnt man eine Schlusssirene so sehr herbei, doch dann war es geschafft. 3. Platz an den Paragames in Breda hinter Schweden und Tschechien. 











Fazit

Das ist einfach unbeschreiblich. Mit so einen knappen Kader dieses Resultat ist der Wahnsinn. Sicher brauchten wir auch Glück aber die Leistung jedes einzelnen ist einfach ausserordentlich.

An dieser Stelle geht der Dank vorallem an unsere Trainer und Helfercrew. Ohne euch wäre das gar nicht möglich. Ich bin Stolz auf jeden einzelnen Spieler, nicht nur wegen dem Resultat auch wegen den Fortschritten während dem Turnier. Der Bereitschaft zuzuhören sich ständig weiter verbessern zu wollen aus Fehlern lernen und einfach nie aufzugeben. 3-2-1 Hopp Schwiitz. 





Rangliste Paragames Breda 2019

1.      Schweden
2.      Tschechien
3.      Team Suisse
4.      Frankreich
5.      Holland
6.      Holland 2
7.      Belgien
8.      Deutschland
9.      Irland
10.    USA