swiss wheely open
Wheelchair Floorball

Prag Wheel Open 2025


Bereits zum elften Mal nahm das Team Suisse am Prag Wheel Open teil. In der diesjährigen Gruppe B trafen wir auf den schwedischen Meister Nacka Hi, den tschechischen Meister Stiri, den tschechischen Vizemeister Tatran sowie den Titelverteidiger Haag 88. Wir selbst reisten als amtierender Gewinner des Swedish Floorball Wheel Cup vom Dezember 2024 an. Manche sprachen von einer „Todesgruppe“. Wir sahen das eher als Herausforderung.

Spiel 1: Stiri – Team Suisse
Gleich im ersten Spiel gegen Stiri erzielte Mario bereits nach 37 Sekunden das 1:0 für uns. Abgesehen von einer Zweiminutenstrafe gegen Fabian wegen unerlaubten Verlassens des Rollstuhls hatten wir das Spiel gut im Griff. Zu Beginn der zweiten Halbzeit glänzte unser Torhüter Urs mit einem gehaltenen Penalty. Dennoch gelang Stiri der Ausgleich zum 1:1. Kurz darauf schoss Fabian aufs Tor, Benji nahm den Abpraller von der Seite und versenkte zum 2:1. In der letzten Minute gerieten wir nochmals stark unter Druck. Ein Befreiungsschlag prallte beim Stiri-Goalie ab, Giorgio nutzte die Chance und erhöhte 50 Sekunden vor Schluss auf 3:1. Zwar verkürzte Stiri noch 18 Sekunden vor Ende auf 2:3, doch wir feierten unseren ersten Sieg am PWO 2025 – selten sind wir so gut in ein Turnier gestartet.

Spiel 2: Haag 88 – Team Suisse
Im zweiten Spiel gegen den Titelverteidiger Haag 88 gelang Giorgio schon früh das 1:0. Ein technisches Problem mit Fabians Stock nutzte Haag zur Überzahl und erzielte prompt den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit lauerten beide Teams auf den entscheidenden Pass. Drei Minuten vor Schluss traf Haag 88 zum 1:2. Wir warfen alles nach vorne, nahmen 30 Sekunden vor Ende den Torhüter heraus und brachten Fredy als sechsten Feldspieler. Beinahe hätten wir noch ausgeglichen, mussten uns aber knapp geschlagen geben.

Spiel 3: Tatran – Team Suisse
Der zweite Turniertag begann für uns erst um 17 Uhr gegen Tatran. Offenbar waren wir zu übermotiviert – nichts passte zusammen. Der Gegner hatte einen ehemaligen Fussgänger-Nationalspieler in seinem Kader, den wir nicht unter Kontrolle brachten. Am Ende stand eine deutliche 2:7-Niederlage.

Spiel 4: Nacka Hi – Team Suisse
Das letzte Gruppenspiel um 21 Uhr gegen den schwedischen Meister mussten wir gewinnen, um ins Viertelfinal einzuziehen. Aus einer stabilen Defensive heraus – mit Urs in Bestform – starteten wir gefährliche Gegenangriffe. Nach sieben Minuten brachte uns Benji mit 1:0 in Führung. Gleich nach der Pause fiel der Ausgleich, doch Mario stellte nur eine Minute später den alten Abstand wieder her. Nach einer überstandenen Zweiminutenstrafe gegen Mario traf Fabian 40 Sekunden vor Schluss zum 3:1. Diesmal brachten wir den Vorsprung sicher ins Ziel – Viertelfinaleinzug!

Viertelfinal: SKV Prag – Team Suisse
Gegner war das Heimteam SKV Prag. Wir wollten unbedingt eine Wiederholung des Tatran-Spiels vermeiden und konzentrierten uns auf die Defensive. Erst in der zweiten Halbzeit fiel das 1:0: Stefan wurde nicht angegriffen, zog allein aufs Tor und traf ins linke obere Eck. Weitere Chancen blieben ungenutzt – und vier Sekunden vor Schluss schlug ein Verzweiflungsschuss der Prager doch noch ein. Penaltyschiessen – unser Angstgegner. Leider verloren wir den Viertelfinal unnötig. Statt Halbfinale gegen Nacka spielten wir nun um Platz 5/6 gegen Meteor Pilsen.

Platzierungsspiel: Meteor Pilsen – Team Suisse
Zur Pause führten wir 2:0, konnten den Vorsprung aber nicht halten. Ungenauigkeiten und Fehler führten zu zwei Gegentoren. Wieder Penaltyschiessen, wieder eine Niederlage.

Fazit
Wenn man vier Sekunden vor dem Halbfinaleinzug steht, ist der sechste Rang natürlich eine Enttäuschung. Nüchtern betrachtet stehen jedoch Siege gegen den aktuellen tschechischen und schwedischen Meister zu Buche – und keine Niederlage nach regulärer Spielzeit in den Playoffs. Das ganze Turnier haben wir mit nur fünf Feldspielern und einem Torhüter bestritten. Miteingerechnet ist das durchaus eine ansprechende Leistung.